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TU Berlin

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Urbane Wachstumszentren: Young Cities – Entwicklung und Umsetzung ressourceneffizienter Stadtstrukturen für die Region Teheran-Karaj

Projektdaten
Projekttitel:
Urbane Wachstumszentren: Young Cities – Entwicklung und Umsetzung ressourceneffizienter Stadtstrukturen für die Region Teheran-Karaj
Förderung:

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Kooperationspartner:
verschiedene Institutionen aus Deutschland und dem Iran
Laufzeit:
2008 - 2013
Bearbeitung:
Dr. Bernd Demuth
Projektleitung:
Prof. Dr. Stefan Heiland

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Beschreibung und Ergebnisse

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Informationen im Internet


Die Region Teheran ist einer der am schnellsten wachsenden Ballungsräume Westasiens. In den vergangenen 50 Jahren hat sich Teheran von einer Stadt mit etwas über einer Million Einwohnern in eine Megacity-Region mit circa 13,4 Millionen Einwohnern entwickelt. Diese ungebremsten Urbanisierungsprozesse stellen die Region vor immense Herausforderungen wie Wohnungsmangel, Unterversorgung mit Infrastruktur, massive Schadstoffemissionen oder fehlende Ausstattung mit Grünflächen.

Die komplexen Probleme werden zunehmend durch die Effekte des Klimawandels verschärft. Dabei ist die Region Täter und Opfer zugleich: Da gerade dort räumlich stark konzentriert Treibhausgase emittiert werden durch Verkehr, mangelhafte und ineffiziente Energiesysteme oder auch inadäquate Umsetzung von Gesetzen, wird sie in den kommenden Jahrzehnten maßgeblich unter eben diesen Folgen zu leiden haben.

Das Forschungsprojekt „Young Cities“ will anhand eines konkreten Beispiels in der Region exemplarisch aufzeigen, wie in diesem trockenen und heißen Klima eine Stadt entstehen kann, die deutlich weniger Energie und Wasser verbraucht sowie weniger Treibhausgase freisetzt als bislang neu gebaute Stadtteile im Iran.

Eine den Erfordernissen der Auswirkungen des Klimawandels angepasste städtebauliche Entwicklung und Planung ist ohne die Berücksichtigung des nicht bebauten Freiraums nicht denkbar. Dabei sind sowohl Beiträge zur Minderung (mitigation) als auch zur Anpassung an den Klimawandel (adaption) zu berücksichtigen.

In Hinblick auf Beiträge zur Minderung ist allerdings noch wenig darüber bekannt, welche Freiraumstruktur und welche Freiraumelemente (Begrünung, Pflanzung) im Wechselspiel mit der Bebauung einerseits zu einer möglichst effizienten Ressourcennutzung, insbesondere von Wasser und Energie, führen, andererseits die Aufenthalts- und Lebensqualität des städtischen Freiraums gewährleisten. Es fehlen gesicherte Erkenntnisse, welche planerischen Konsequenzen aufbauend auf ökologischen Erkenntnissen hier zu ziehen sind – z.B. welche quantitativen und qualitativen Merkmale und welche Verteilungsmuster städtische Freiräume aufweisen müssen, die gleichermaßen ressourceneffizient und den Bedürfnissen der Bevölkerung angemessen sind.

Hinsichtlich der Anpassung an den Klimawandel stellen sich der Landschafts- und Freiraumplanung insbesondere zwei Fragen:

  1. Welchen Beitrag kann sie dazu leisten, dass Städte auch unter den zu erwartenden verschärften klimatischen Bedingungen für die Menschen lebenswert bleiben und die natürlichen Ressourcen geschont werden? Dabei gilt es, Lösungen für Entwicklungen zu finden, die als nicht mehr vermeidbar anzusehen sind.
  2. Regionale Prognosen des Klimawandels unterliegen noch erheblichen Unsicherheiten. Dies gilt umso mehr für seine Auswirkungen auf die naturräumlichen Gegebenheiten und Ressourcen. Vor diesem Hintergrund wird Freiraum- und Landschaftsplanung zunehmend zur „Planung unter Unsicherheit“, die sich an verändernde, aber nicht exakt zu prognostizierende Umweltbedingungen anzupassen hat. Die sich daraus ergebenden planungsmethodischen Konsequenzen sind bisher nicht diskutiert, Ansätze aus der Managementtheorie oder der strategischen Planung könnten hier weiterführen.

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