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TU Berlin

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Landschaften in Deutschland 2030

Projektdaten
Projekttitel:
Landschaften in Deutschland 2030
Förderung:
Bundesamt für Naturschutz (BfN)
FKZ: 3509 80 0600
Laufzeit:
15.09.2009 – 28.12.2012
Bearbeitung:
Dr. Bernd Demuth, Dipl.-Geogr. Wera Wera Wojtkiewicz
Projektleitung:
Prof. Dr. Stefan Heiland

Beschreibung und Ergebnisse

Die Tagungsreihe im Überblick


Workshop I vom 01.12. bis 04.12.2009
„Der große Wandel“ – Klimawandel, landwirtschaftlicher Strukturwandel, erneuerbare Energien. Im 1. Workshop wurden neben gesellschaftlichen Megatrends die Themen Klimawandel, Landwirtschaft und Erneuerbare Energien behandelt.

Ergebnisse
Tagungsdokumentation 1. Workshop


Workshop II vom 29.11. bis 02.12.2010
„Der stille Wandel“ – Demografie, Lebenswelten, Lebensstile. Hier standen neben der Flächeninanspruchnahme für Siedlung und Verkehr vor allem gesellschaftlich-politische und ökonomische Triebkräfte, einschließlich des demografischen Wandels, im Fokus.

Ergebnisse
Tagungsdokumentation 2. Workshop


Workshop III vom 07.02. bis 10.02.2012
„Erlittener Wandel – gestalteter Wandel“ befasste sich mit politisch-planerischen Steuerungsmöglichkeiten der weiteren Landschaftsentwicklung sowie den Handlungserfordernissen, die sich aus den Szenarien ergeben.

Ergebnisse
Tagungsdokumentation 3. Workshop


In den letzten Jahren und Jahrzehnten vollzieht sich der Wandel von Landschaften in zunehmender Geschwindigkeit. Diese Beschleunigung geht u. a. auf eine Vielzahl anthropogen verursachter Triebkräfte zurück, die zu berücksichtigen sind, wenn man den Landschaftswandel erfassen, verstehen und ggf. steuern will. Als Beispiele seien genannt: die Förderung erneuerbarer Energien und der damit verbundene Ausbau von Biomassenanbau, Windkraft und Freilandfotovoltaikanlagen, der demografische Wandel, die anhaltende Flächeninanspruchnahme für Siedlung und Verkehr bei gleichzeitigem Anstieg des Umfanges von Siedlungsbrachflächen, die europäische Agrarpolitik mit ihren Auswirkungen auf die landwirtschaftlichen Strukturen, der Klimawandel mit seinen Folgewirkungen oder der Ausbau von Erholungs- und touristischer Infrastruktur. Aber auch bisher im Zusammenhang mit dem Thema Landschaft weniger beachtete Faktoren, wie etwa die Änderung von Lebensstilen, könnten künftig eine zunehmende Rolle spielen.

Trotz partieller Umsetzungserfolge landschaftsbezogener Politikansätze sowie des Naturschutzes und der Landschaftsplanung, ist es bisher nicht gelungen, die Triebkräfte der Landschaftsentwicklung, und damit die Landschaftsentwicklung selbst, in der Fläche wirksam zu steuern. Zwar würde ein umfassender Steuerungsanspruch deutlich überzogene Erwartungen an Politik und Planung stellen, gleichwohl muss es aus Sicht des Naturschutzes und anderer Landnutzungsinteressen, wie etwa Fremdenverkehr und Regionalentwicklung, Ziel sein, die Wirksamkeit landschaftspolitischer Steuerungsmaßnahmen zu erhöhen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass landschaftliche Qualitäten nicht nur aus naturschutzfachlicher Sicht von Bedeutung sind. Auch für die Identifikation der Menschen mit ihrer Region sowie als wesentliche Grundlage für den Tourismus und als weicher Standortfaktor spielen sie eine wichtige Rolle.

Ziel des Vorhabens ist es, in interdisziplinären Diskussionen mögliche künftige Triebkräfte der Landschaftsentwicklung zu identifizieren, in ihren verschiedenen möglichen Ausprägungen zu analysieren und schließlich in Form von Szenarien ihre räumlich-materiellen Wirkungen auf die Landschaft und ihre Funktionen als Identifikationsraum (Heimat), Lebensraum (für Menschen, Tiere, Pflanzen) und Wirtschaftsraum (insbesondere Tourismus) abzuschätzen. Daraus sind Handlungserfordernisse und Steuerungsansätze für Naturschutz, Landschaftsplanung und weitere landschaftsrelevante Politiksektoren abzuleiten.

Das Ziel des Vorhabens soll durch eine drei Workshops umfassende Tagungsreihe zwischen 2009 und 2011 erreicht werden. Die Workshops werden aufeinander Bezug nehmen, können aber auch als in sich abgeschlossene Veranstaltungen besucht werden. Neben Expertenreferaten und der Diskussion hierüber liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der gemeinsamen Erstellung von Szenarien. Diese sollen verschiedene mögliche mittel- und langfristige Entwicklungen der Landschaften in Deutschland darstellen und werden kontinuierlich über die gesamte Workshopreihe und damit über verschiedene Themen hinweg entwickelt. Auf diese Weise wird eine integrative Sichtweise der unterschiedlichsten Einflüsse, die auf die Landschaft wirken, sichergestellt.

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Publikationen

Demuth, B.; Heiland, S.; Wojtkiewicz, W.; Wiersbinksi, N.; Finck, P. (2012): Landschaften in Deutschland 2030 - Erlittener Wandel - gestalteter Wandel. Ergebnisse des Workshops vom 07.02. - 10.02.2012 an der Internationalen Naturschutzakademie Insel Vilm (INA) des Bundesamtes für Naturschutz (BfN). BfN-Skripten 314. Bonn-Bad Godesberg.

Demuth, B.; Heiland, S.; Wojtkiewicz, W.; Wiersbinksi, N.; Finck, P. (2011): Landschaften in Deutschland 2030 - Der stille Wandel. Ergebnisse des Workshops vom 29.11. - 02.12.2010 an der Internationalen Naturschutzakademie Insel Vilm (INA) des Bundesamtes für Naturschutz (BfN). BfN-Skripten 303. Bonn-Bad Godesberg.

Demuth, B.; Heiland, S.; Wojtkiewicz, W.; Wiersbinksi, N.; Finck, P. (2010): Landschaften in Deutschland 2030 - Der große Wandel. Ergebnisse des Workshops vom 01. - 04.12.2009 an der Internationalen Naturschutzakademie Insel Vilm (INA) des Bundesamtes für Naturschutz (BfN). BfN-Skripten 284. Bonn-Bad Godesberg.

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