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TU Berlin

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Kulturlandschaftsbilder in der Landschaftsplanung – KULAKon Planerische Bilder

Projektdaten
Projekttitel:
Kulturlandschaftsbilder in der Landschaftsplanung
Förderung:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Laufzeit:
2008 - 2011
Bearbeitung:
Dipl.-Geogr. Wera Wojtkiewicz
Projektleitung:
Prof. Dr. Stefan Heiland

Beschreibung und Ergebnisse

Das Projekt untersucht, welche Vorstellungen und Bewertungen von Kulturlandschaft („Kulturlandschaftsbilder“) in der Landschaftsplanung, insbesondere in kommunalen Landschaftsplänen, wirksam werden, unter welchen Bedingungen diese „Bilder“ entstehen und auswelchen Gründen sie als Leitbilder und Ziele der Landschaftsplanung Verwendung finden. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Frage, ob und auf welche Weise die Landschaftsplanung gesellschaftlich-strukturelle Rahmenbedingungen der Landschaftsentwicklung berücksichtigt – und welche Aussicht auf Akzeptanz und Verwirklichung die von ihr als Leitbilder gewählten Kulturlandschaftsbilder im konkreten Fall hierdurch haben. Es geht damit um die bisher nicht untersuchte Frage, welchen Beitrag die Landschaftsplanung zur gesellschaftlichen Konstituierung von Landschaften leistet. Die theoretische Grundlage bilden konstruktivistisch orientierte Raum- und Landschaftstheorien, die Landschaft als kulturell-gesellschaftlich sowie subjektiv bestimmtes „Wahrnehmungs- und Bewertungsphänomen“ mit Symbolfunktion verstehen.

Das Projekt wird im Rahmen des Verbundvorhabens „KULAKon – Konstituierung von Kulturlandschaft“ durchgeführt, an dem auch das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) in Dresden, das Leibniz-Institut für Raumentwicklung und Strukturforschung (IRS) in Erkner sowie das Institut für Länderkunde (IfL) in Leipzig beteiligt sind. Gemeinsam gehen die Projekte der Frage nach, welche gesellschaftlichen Prozesse dazu führen, dass wir von „Kulturlandschaften“ sprechen, wie wir zu unterschiedlichen Bewertungen von Landschaften wie „schön“, „schützenswert“oder „gestört“ kommen und auf welche Weise dies zu landschaftsbezogenen Kooperationsprozessen in Regionen führt.

  • In dem durch Dr. Markus Leibenath geleiteten Projekt am IÖR geht es um die Diskurse, die zur Konstituierung von Kulturlandschaften führen: Welche Akteure finden sich zu Kulturlandschaftskoalitionen zusammen und welche Interessen- und Machtstrukturen bilden sich dabei heraus?
  • Prof. Dr. Heiderose Kilper und Ludger Gailing vom IRS beschäftigen sich mit den sektoralen Institutionensystemen, diefür Steuerungsansätze im Umgang mit der Kulturlandschaft von Bedeutung sind, also z. B. den gesetzlichen Regelungen sowie den Wertungen und Bedeutungszuweisungen, die sie vermitteln.
  • Dr. Sabine Tzschaschel und Dr. Monika Micheel vom IfL befassen sich mit der Frage, wie die Bevölkerung in ihrem Alltag die Kulturlandschaft wahrnimmt und symbolisch besetzt. Die enge Vernetzung der Projekte wird durch eine gemeinsame organisatorische Struktur mit aufeinander abgestimmten regelmäßigen Projekttreffen und Workshopsgewährleistet.

Abschlusskonferenz des DFG-Projektverbundes "KULAKon" am 12. und 13.05.2011 in Hannover
"Konstituierung von Kulturlandschaft. Wie wird Landschaft gemacht?"

 

Publikationen

Wojtkiewicz, Wera; Heiland, Stefan (2012): Landschaftsverständnisse in der Landschaftsplanung. Eine semantische Analyse der Verwendung des Wortes 'Landschaft' in kommunalen Landschaftsplänen. In: Raumforschung und Raumordnung. DOI: 10.1007/s13147-011-0138-7. 

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