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TU Berlin

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Die Energiewende im Spannungsfeld energiepolitischer Ziele, gesellschaftlicher Akzeptanz und naturschutzfachlicher Anforderungen (EWeNat)

Projektdaten
Projekttitel
Die Energiewende im Spannungsfeld energiepolitischer Ziele, gesellschaftlicher Akzeptanz und naturschutzfachlicher Anforderungen (EWeNat)
Förderung
Bundesamt für Naturschutz (BfN)
FKZ: 3514 80 1800
In Kooperation mit

Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg,
Fachgebiet Landschaftsmanagement und Regionalwirtschaft
Prof. Dr. Rainer Luick
Laufzeit
12/2014 - 01/2016
Bearbeitung:
Dr. Bernd Demuth
Projektleitung:

Prof. Dr. Stefan Heiland

Beschreibung und Ergebnisse

In Deutschland besteht eine breite gesellschaftliche Zustimmung zum Atomausstieg und zur Bekämpfung des Klimawandels. Andererseits stößt der Ausbau erneuerbarer Energien oft auf erheblichen Widerstand im konkreten Einzelfall, insbesondere, wenn die Konsequenzen der Energiewende „vor der eigenen Haustür“ in der „gewohnten“ Landschaft sichtbar werden, da das hierdurch entstehende Landschaftsbild nicht gewünschten Bildern (z. B. einer bäuerlich-romantisch verklärten Kulturlandschaft) entspricht und sich ihr Charakter in sehr kurzer Zeit verändert. Darüber hinaus können erneuerbare Energien zu einer zusätzlichen Beeinträchtigung von Natur und Landschaft und einer Gefährdung der biologischen Vielfalt führen. Zugleich ist in Politik und Bevölkerung kaum eine Bereitschaft zu erkennen, über Fragen verringerten Energiebedarfs und -verbrauchs sowie damit verbundener energieintensiver Lebensstile zu diskutieren, geschweige denn, diese zu überprüfen.

Das gesellschaftliche Verhältnis zur Energiewende ist also von erheblichen Widersprüchen geprägt, die nicht ohne Weiteres auflösbar sind: Denn die Abkehr von fossilen Energieträgern und der Atomkraft, die Erhaltung gewohnter Landschaftsbilder sowie energieintensive Lebensstile sind nicht gleichzeitig zu verwirklichen, sondern stehen in Konkurrenz zueinander.

Vor diesem Hintergrund befasste sich das Forschungsvorhaben mit den Widersprüchen und Konsequenzen, die sich aus solch unterschiedlichen Anforderungen ergeben. Hierzu zählten die Klimaschutzziele der Bundesregierung, energiepolitische Zielsetzungen, technische Anforderungen an den Ausbau erneuerbarer Energien, die Reduktion des Energiebedarfs, die Erhaltung von Kulturlandschaften, sowie der von Politik und Bevölkerung implizit geteilte Wunsch nach Erhaltung oder gar Verbesserung des derzeitigen materiellen Lebensstandards. Daraus wurden Hinweise für eine Kommunikationsstrategie des Naturschutzes abgeleitet, um die Einsicht in die Notwendigkeit erheblicher Reduktionen des Energiebedarfs und die Akzeptanz einer landschafts- und naturverträglichen Energiewende zu fördern.

Thematisiert wurde die Problematik im Rahmen eines dreitägigen Workshops, in 34 telefonischen ExpertInneninterviews sowie

vier externen Expertisen zu folgenden Themen, die auch im BfN-Skript 433 veröffentlicht wurden:

  1. Psychologische Aspekte des Energieverhaltens (A. Blöbaum)
  2. Strukturelle Rahmenbedingungen des Energieverhaltens (D. Ohlhorst)
  3. Rahmenbedingungen einer Kommunikationsstrategie des Naturschutzes (U. Holzmann-Sach)
  4. Die mögliche Rolle sozialer Medien (J. Hölderle)

Publikationen

Demuth, B.; Heiland, S. (2016): Energiewende und Naturschutz – Zum Umgang mit gesellschaftlichen Widersprüchen. In: Ga&S (Geographie aktuell & Schule), Heft 222, 38. Jg. S. 15 – 21.

Demuth, B.; Heiland, S. (2016): Naturverträgliche Energiewende – zwischen allen Stühlen?. In: Demuth, B. et al. (Hrsg.) (2016): Die Energiewende im Spannungsfeld energiepolitischer Ziele, gesellschaftlicher Akzeptanz und naturschutzfachlicher Anforderungen. BfN-Skripten 433. S. 4-14. Bonn-Bad Godesberg.

Demuth, B.; Heiland, S.; Luick, R.; Vedel, D.; Ammermann, K.; Wiersbinski, N. (Hrsg.) (2016): Die Energiewende im Spannungsfeld energiepolitischer Ziele, gesellschaftlicher Akzeptanz und naturschutzfachlicher Anforderungen. BfN-Skripten 433. Bonn-Bad-Godesberg.

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